Corona und die Folgen - Planungen im Jugendbereich

Nach den erfolgten Videositzungen mit den Mannschaften der Juniorinnen und Junioren aus der Bezirksebene wurde nachfolgendes Protokoll erstellt.

Die von den Vereinen eingebrachten Anregungen wurden zur Kenntnis genommen und werden in die weiteren Planungen des Bezirksjugendausschusses (BJA) mit einfließen.

Da der BJA nicht wissen kann, wann der Spielbetrieb wieder aufgenommen wird und ob alle Mannschaften sich wieder anmelden, sind alle Angaben nur Planung.

Tagesordnung

1.Begrüßung

2.Aktuelle Situation Saison 2020/21

3.Vorschau auf die Saison 2021/22

4.Vereine haben das Wort

5.BJA-Mitglieder haben das Wort

6.Infos des Sportgerichtsvorsitzenden

7.Verschiedenes

Zu 1: Der Vorsitzende des Bezirksjugendausschusses, Uwe Norden, heißt die teilnehmenden Vereine und Funktionäre ganz herzlich willkommen. Aus dem Bezirksvorstand beteiligt sich neben Uwe Norden noch der Sportgerichtsvorsitzende Rüdiger Wiegand an den virtuellen Sitzungen.

Zu 2: Uwe Norden spricht den Beschluss des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV) vom 31. März 2021. Demnach darf es auf allen Ebenen des NFV nach dem vollzogenen Saisonabbruch weder Auf- noch Absteiger geben. Dies wurde den Vereinen mitgeteilt. Wenn eine Mannschaft freiwillig heruntergestuft werden möchte, zum Beispiel von des Landes- in die Bezirksliga oder von der Bezirks- in die Kreisliga entgegnete Uwe Norden: „Damit können wir uns anfreunden“ und deutet damit an, dass eine Herabstufung möglich ist, um damit dem Wunsch des Vereins/der Mannschaft zu entsprechen. 

Zu 3: Spielleiter Wolfgang Schönfeld bemerkt, weiterhin möglichst mit kleineren Staffeln arbeiten zu wollen. So ist beispielsweise für die U-15 entgegen den Planungen im Schreiben vom 09.04.2021 nur noch eine 6-er Landesliga geplant. Möglichst nach regionalen Aspekten. Angedacht sind Sechserstaffeln, zumindest Spielklassen mit wenigstens fünf Mannschaften. Ein Blick in die anderen NFV-Bezirke zeigt, so der Spielleiter, dass im NFV-Bezirk Braunschweig kleine Staffeln bestehen. Die NFV-Bezirke Hannover und Weser-Ems verfügen über große Staffeln. Dies bringt zum Teil, so Wolfgang Schönfeld, Probleme mit sich. Das Meldefenster ist für die Vereine vom 30. April bis zum 30. Juni 2021 bei den Junioren und den Juniorinnen geöffnet. Uwe Norden verweist darauf, dass der Punktspielbetrieb gegenüber dem Bezirkspokal Vorrang haben soll. „Wir lassen uns die Möglichkeit offen, den Pokal abzubrechen, wenn es Corona bedingt sein müsste“, erläutert Uwe Norden zum Cup-Wettbewerb. Der Spielbetrieb der U-19-Junioren soll dahingehend genügend Anreiz besitzen, als dass für die Frühjahrsserie 2022 nach Möglichkeit eine Staffel mit den besten sechs Teams eingerichtet werden soll. Diese Staffel spielt den Bezirksmeister des älteren A-Jugend-Jahrgangs aus. Gedanken hat sich der Bezirksjugendausschuss auch darübergemacht, dass Mannschaften mit einem sehr negativen Serienverlauf 2020/2021 gegebenenfalls auf die Zuordnung zur Staffel verzichten. „Wir können keinen Verein zwingen, da anzutreten, wo er vorher war“, sagt Wolfgang Schönfeld zu dem Punkt. „Das entscheidende Wort ist Planen“, führt Uwe Norden aus, dass es sich bei alledem (das Schreiben vom 09.04.2021) für den Bezirksjugendausschuss um einen Entwurf handelt.

Zu 4: Von Vereinsseite wird angesprochen, dass es passieren kann, dass bei einem Auswärtsspiel die Kabine nicht genutzt werden darf. Bei Regenwetter ist es wenig angenehm, so der Kern der Aussage, über eine weite Strecke ohne geduscht zu haben, im Auto zum Heimatort zurückzukehren. Wenn die Kommune es untersagt, die Kabine zu nutzen, steht der Gast sprichwörtlich im Regen. „Dann sind wir vom Fußballverband vollkommen machtlos“, unterstreicht Uwe Norden. Der Bezirksjugendausschuss wirft daneben ein, dass eine Hallenrunde geplant ist. Von einem Verein wird ausgeführt, dass die Spieler bis zum möglichen Beginn der Saison 21/22 noch „schlappe“ vier Monate bei Laune zu halten sind. „Es ist eine große Herausforderung“, ist auch Uwe Norden klar. Der BJA-Vorsitzende äußert sich klipp und klar, dass es keine Aufsteiger geben wird. Der Ausschuss ist an die Vorgaben des NFV-Beschlusses vom 31.03.2021, gebunden. Damit kann der Bezirksjugendausschuss auch dem Wunsch mehrerer Vereine, die sich für eine Höherstufung einsetzen, nicht entsprechen. Der BJA ist einhellig der Meinung, dass man sich an die von Verbandsseite vorgegebenen Richtlinien (Beschluss vom 31.03.2021) zu halten hat. 

Zu 5: Wolfgang Schönfeld, Mitglied im Verbandsjugendausschuss, stellt in Aussicht, dass es für die Teilnehmer am Fair-Play-Cup (C- und B-Junioren) irgendetwas geben könnte.

Carsten Böder, Fairplay-Beauftragter des NFV-Bezirks Lüneburg wird sich ggf. ergebende Vorgaben entsprechend umsetzen.

Regina Thurisch, die zum 30. Juni als Mädchenreferentin des NFV-Bezirks Lüneburg ausscheidet, nutzt die Gelegenheit, sich auf der Juniorinnen-Videokonferenz zu verabschieden. „Ich bedanke mich für die gute Zusammenarbeit. Es hat mir Spaß gemacht“, bilanziert Regina Thurisch. Der Bezirksjugendobmann bedankt sich für ihr jahrelanges Engagement. „Es war immer eine extrem angenehme Zusammenarbeit mit dir“, lobt Uwe Norden die Verdienste von Regina Thurisch.

Zu 6: Rüdiger Wiegand betont, dass die Sportgerichtsbarkeit angesichts des fehlenden Spielbetriebs derzeit ruht. Die Vorsitzende des Bezirkssportgerichts notiert in der Saison 2020/21 insgesamt elf Verfahren, davon fünf aus dem Jugendbereich. Bei einem etwaigen Einspruch gegen den NFV-Beschluss vom 31.03.2021 weder Auf- noch Absteiger zuzulassen, ist, so Rüdiger Wiegand das Verbandsportgericht zuständig. Sportrichter Rüdiger Wiegand plädiert in seinen Ausführungen zudem dafür, dass Jugendliche solange als mögliche auch im Jugendbereich spielen sollten. Er zielte dabei insbesondere auf die U-18 und U-19 Teams ab, bei denen sich oftmals die Herrenmannschaft(en) bedienen und dies dann teilweise zur Auflösung dieser Teams führt. Der Vorsitzende des Bezirkssportgerichts befürchtet, dass dem Fußball durch die Pandemie viele Jugendliche verloren gehen. „Die Spieler Nummer 13, 14 und 15 könnten abspringen“, gibt Rüdiger Wiegand zu bedenken. Der Vorsitzende des Bezirkssportgerichts teilt ergänzend mit, dass sich das Bezirkssportgericht durch die Wahlen am virtuell durchgeführten Bezirkstag vom Durchschnittsalter her verjüngt hat.

Zu 7: Ohne Einwände schließen sich die Vereine dem Vorhaben des Bezirksjugendausschusses an, den Staffeltag der Herbstserie 2021/2022 als Präsenzveranstaltung und den Staffeltag der Frühjahrsserie 2021/2022 als Videokonferenz zu veranstalten, sofern es die Verfügungslage der politischen Gremien zulässt. Dies auch vor dem Hintergrund, dass im Winter die Straßenverhältnisse für eine Anreise zur Tagung schwierig sein könnten. „Einmal in der Saison sollten wir uns mindestens in einer Präsensveranstaltung treffen“, bringt Uwe Norden die Thematik

 

 

Autoren: Wolfgang Schönfeld / Reiner Tienken

 

 

Seite zuletzt aktualisiert am: 02.05.2021

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